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Tanan
BeitragVerfasst am: Sa, 20 Nov 2004 - 11:14  Antworten mit Zitat
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Anmeldungsdatum: 25.08.2002
Beiträge: 416
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Martin hat folgendes geschrieben:
Die Regeln sind dieselben wie in den vergangenen Jahren.

Das finde ich ein bißchen schade. Sollte es in diesem Jahr wieder eine Steigerung bei den Beitragszahlen geben, hätten wir vielleicht endgültig die Situation, daß es am Ende weniger Juroren als Spiele gibt. Wer hat schon die Zeit, in drei Wochen zwölf oder mehr Spiele zu spielen? Warum regeln wir es nicht, wie Mo ja schonmal vorgeschlagen hat, wie bei der Comp und sagen, jeder der fünf (oder sieben) Beiträge gespielt hat, darf abstimmern? Und was spricht dagegen, die Wertungszeit auf vier Wochen auszuweiten?
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Martin
BeitragVerfasst am: Do, 25 Nov 2004 - 14:10  Antworten mit Zitat
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Anmeldungsdatum: 25.08.2002
Beiträge: 677
Wohnort: München

Tanan hat folgendes geschrieben:
Das finde ich ein bißchen schade. Sollte es in diesem Jahr wieder eine Steigerung bei den Beitragszahlen geben, ...

Danach sieht es ja im Moment nicht gerade aus.

Tanan hat folgendes geschrieben:
... hätten wir vielleicht endgültig die Situation, daß es am Ende weniger Juroren als Spiele gibt. Wer hat schon die Zeit, in drei Wochen zwölf oder mehr Spiele zu spielen? Warum regeln wir es nicht, wie Mo ja schonmal vorgeschlagen hat, wie bei der Comp und sagen, jeder der fünf (oder sieben) Beiträge gespielt hat, darf abstimmern?

Diese Situation könnte durchaus eintreffen - wenig Spiele, wenige Juroren. Ich rechne, ehrlich gesagt, nicht mit vielen Beiträgen und auch nicht mit vielen Juroren. Und ich glaube auch nicht, dass in den vergangenen Jahren mehr Leute abgestimmt hätten, wenn es eine "Mindestens fünf/sieben/zehn Spiele"-Regel gegeben hätte.

Tanan hat folgendes geschrieben:
Und was spricht dagegen, die Wertungszeit auf vier Wochen auszuweiten?

Nichts. Aber was spricht denn dafür? Bei mir ist es eher so, dass ich die Beiträge schon recht früh durchgespielt habe. Die meisten reichen ja bei Weitem nicht an das Limit von anderthalb Stunden heran, sei es, weil sie als kürzeres Spiel konzipiert sind, sie wenige interaktive Elemente haben oder so offensichtliche Mängel haben, dass man vorzeitig aufgibt.

Ich würde erst einmal abwarten, was passiert. Ende Februar, eventuell schon früher, kann ich abschätzen, wieviele Spiele teilnehmen. Wenn sich eine starke Steigerung der Beiträge andeutet, kann man die Regeln immer noch anpassen. Fürs Erste würde ich sie aber so lassen, wie sie sind.

Andere Meinungen sind, wie immer, willkommen, aber damit ich sie mibekomme, müssten sie schon hier gepostet werden ...
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ChrisW
BeitragVerfasst am: Do, 25 Nov 2004 - 23:03  Antworten mit Zitat
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Anmeldungsdatum: 26.08.2002
Beiträge: 278
Wohnort: Leipzig

Nachdem ich die letzten Jahre jeweils im Vorfeld mit deutlich weniger Spielen gerechnet hatte, als dann tatsächlich gekommen sind, geh ich dieses Jahr optimistischer ran: Die Beitragszahl vom letzten Jahr werden wir, denke ich, dieses Jahr nicht unterschreiten. Überhaupt war die Anzahl der eingereichten Spiele bisher nie das Problem, sondern die Zahl der Juroren.

Und nachdem der GP letztes Jahr sowohl auf pcgames.de als auch auf gamestar.de in den News gemeldet war und die meisten von uns auch privat bei Bekannten dafür geworben hatten, stellt sich schon die Frage, warum wir letztendlich so wenig Juroren hatten.

Zumindest was die Leute aus meinem Freundeskreis angeht, die ab und zu schon mal ein Textadventure anschauen (nennen wir sie Gelegenheitsspieler), kann ich sagen: Von denen spielt keiner 10(!) Textadventures in drei Wochen. Dass du die meisten der Spiele in unter einer Stunde durchhast, ist irrelevant, schon die Zahl an sich schreckt ab.

Deshalb denke ich schon, dass man mit einer Ausweitung der Zeitspanne auf vier Wochen und einer Mindesttestquote von x(=verhandelbar) Spielen mehr potentielle Spieler/Juroren gewinnt.

Bei mir, nur so als Beispiel, sah es letztes Jahr zeitlich echt eng aus in den drei Wertungswochen, ich habs nur relativ knapp geschafft, alles durchzuspielen und abzustimmen. Und mich musstest du nicht erst noch überzeugen!

Erst einmal den Februar abzuwarten, um die Beitragszahl abschätzen zu können, wäre natürlich eine Variante. Ich persönlich finds aber immer schlecht, im laufenden Rennen die Regeln zu ändern.
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Florian
BeitragVerfasst am: Fr, 26 Nov 2004 - 11:04  Antworten mit Zitat
Gast





ChrisW hat folgendes geschrieben:
Und nachdem der GP letztes Jahr sowohl auf pcgames.de als auch auf gamestar.de in den News gemeldet war ...

Der GP war schon seit der ersten Ausrichtung jedes Jahr bei großen Newssites wie gamespot.de, gamestar.de, sueddeutsche.de und natürlich zdnet.de in den Schlagzeilen.

Diese Besucher luden die Spiele herunter und wurden nicht mehr gesehen. Unabhängig von der Zahl. Auf diese Spieler braucht niemand zu warten. Wir müssen schon erst einmal bei der Stammkundschaft anfangen, Gründe für bestimmte Entwicklungen zu suchen.

Das Problem ist m.E. auch von der Zahl der Spiele unabhängig. Schließlich ist die Zahl der Juroren in etwa konstant, nicht etwa sinkend.

Die Mentalität deutscher Textadventurespieler ist, nicht zu spielen. Sondern ein Autorensystem zu entwickeln oder ein Spiel zu schreiben.

Ein Beispiel: Im TAG-Teil dieses Forums haben eine Reihe von Anwendern, teils recht forsch, neue Versionen von Systemkomponenten eingefordert. Die Minderheit dieser Anwender hat selbst ein Spiel (von Qualität spreche ich jetzt nicht) veröffentlicht. Und wenn ich mich nicht sehr irre, hat keiner dieser Anwender eine Rezension des Autorensystems oder eines der Adventures des Autorensystem-Autors veröffentlicht, was besagten Autor vielleicht mehr zu Weiterentwicklungen ermutigen würde als Forderungen. Aber jetzt schweife ich ab.

Sich mit den Leistungen anderer zu beschäftigen ist nicht schick. Auf den Nutzen anderer ausgerichtete Inhalte anzubieten ist nicht schick. Schick ist höchstens beliebige Selbstdarstellung, die an den Erzeugnissen anderer aufgehängt wird; schick ist Basteln und Redesign ohne absehbares Ende.

Es ist nicht schick, Textadventures zu spielen. Spiele werden angespielt, der nächste Gedanke lautet "das kann ich besser", und dann wird mit großer Begeisterung zu entwickeln begonnen. So ca. zwei Wochen lang. Meistens erscheinen Spiel bzw. Autorensystem nie.

Ich beobachte dieses Verhalten seit 2000. Es prägt auch die textfire.de-GPs und ist für die von dir beobachtete Entwicklung verantwortlich: Es werden immer mehr und immer unfertigere Spiele eingereicht, während die Zahl der Juroren nicht steigt.

Zusammenfassung: Die gleichbleibend niedrige Zahl der Juroren bei steigender Zahl der Autoren kommt nicht durch die Regeln (auch wenn es bei 10 oder mehr Spielen bestimmt sinnvoll wäre, ein Limit anzugeben), sondern durch die Einstellung. Links von großen Sites verstärken das Problem nur, da sie (wiederum aufgrund der verbreiteten Einstellung) Autoren und keine Juroren anziehen.

Eine Lösung kann ich leider nicht anbieten. Ich habe eine Reihe von Versuchen gemacht: Ich nenne einmal textfire.de und meine Rezensionen bei textadventures.de der letzten zwei Jahre. Jeweils ohne erkennbare Erfolge. Ich bestreite aber, dass die vorgeschlagene Änderung der Regeln eine Lösung des Problems ist.

Gruß,
Florian
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ChrisW
BeitragVerfasst am: Fr, 26 Nov 2004 - 15:58  Antworten mit Zitat
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Anmeldungsdatum: 26.08.2002
Beiträge: 278
Wohnort: Leipzig

Sicher, mit der Einstellung hast du im Großen und Ganzen Recht, aber:

Florian hat folgendes geschrieben:
Das Problem ist m.E. auch von der Zahl der Spiele unabhängig. Schließlich ist die Zahl der Juroren in etwa konstant, nicht etwa sinkend.

"In etwa" kann man unterschiedlich weit fassen. Vom ersten zum zweiten Jahr war die Zahl der Juroren beinahe konstant, von 2003 zu 2004 ist in dem Maße, wie die Anzahl der Beiträge gestiegen ist, die Anzahl der Juroren gesunken. Ich meine, weil die Community nicht riesig ist und Leute, die einen Beitrag einreichen, logischerweise nicht mehr abstimmen können. Deshalb würde ich das Problem nicht ausschließlich bei der Einstellung, sondern auch bei der Größe der Stammkundschaft suchen. Die Einstellung mag ein Problem sein, aber ein anderes...

Zitat:
Die Besucher [von großen Sites] luden die Spiele herunter und wurden nicht mehr gesehen. Unabhängig von der Zahl. Auf diese Spieler braucht niemand zu warten.

Mit anderen Worten: Auf die Gelegenheitsspieler, die durchaus ab und zu mal ein Textadventure spielen, sich die Spiele herunterladen, aber kein Autorensystem oder Spiel schreiben, brauchen wir nicht zu warten? Auf wen denn dann? Das mögen nicht allzu viele sein, aber es sind in ganz D bestimmt mehr als die 14, die 2004 abgestimmt haben.

Niemand von denen spielt aber in drei Wochen 10 Adventures. Das tun nur Leute, deren Begeisterung so groß ist, dass sie anschließend Autorensysteme und Spiele entwerfen (mal unabhängig von Veröffentlichung oder gar Erfolg).

Dass eine Änderung der Regeln irgendein Einstellungsproblem lösen oder gar schlechte Beiträge verhindern könnte, behaupte ich also nicht. Aber sie könnte eine Abstimmung beim GP vielleicht für Spieler interessanter machen, die wir mit den derzeitigen Regeln bei einer Beitragszahl wie im letzten Jahr einfach nicht erreichen. Und wenn die Änderung einer Regel wie in diesem Fall bestenfalls und mit etwas Glück positive Auswirkungen auf die Spielerzahl haben kann, im schlechtesten Fall überhaupt nichts bewirkt, aber auch nichts verschlechtert, abgesehen davon, dass die Autoren eine Woche länger auf die Ergebnisse warten müssen - warum dann die Regel nicht ändern?

Eine weitere Möglichkeit wäre evtl. ein (kleiner) Preis, der unter den teilnehmenden Juroren verlost wird. Machen große Zeitschriften usw. bei Abstimmungen auch nicht anders und wird bei jemanden, der sich bisher nur wenig mit aktuellen deutschen TAs auseinandergesetzt hat, vielleicht die nötige Motivation schaffen, tatsächlich alle Beiträge "durchzuhalten" und abzustimmen. Falls der Vorschlag bei euch ankommt, könnte ich mir durchaus vorstellen, da was Entsprechendes zu stiften.

Die optimale Lösung für mich: Eine Wertungszeit von vier Wochen, um mindestens sechs Spiele zu bewerten, mit Verlosung einer Prämie unter den Juroren, die über alle Beiträge abgestimmt haben.
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Kris
BeitragVerfasst am: Fr, 26 Nov 2004 - 16:02  Antworten mit Zitat
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Anmeldungsdatum: 21.02.2004
Beiträge: 198
Wohnort: Rheinmain

Ich will jetzt nicht vom (recht spannenden) Thema ablenken, aber zu dem Thema GP-Regeln hätte ich noch eine Frage:

Dürfen Autoren, die sich am GP beteiligen, ihre Spiele gegenseitig betatesten oder verstößt das in irgendeiner Form gegen die Regeln. (ich konnte nichts darüber finden) Außer, dass man sein Spiel nicht unbedingt vor dem Startschuß einem anderen Autor in die Hände geben möchte, spricht doch von den Regeln nichts dagegen, oder?


Kris
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ChrisW
BeitragVerfasst am: Fr, 26 Nov 2004 - 16:24  Antworten mit Zitat
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Anmeldungsdatum: 26.08.2002
Beiträge: 278
Wohnort: Leipzig

Kris hat folgendes geschrieben:
Dürfen Autoren, die sich am GP beteiligen, ihre Spiele gegenseitig betatesten oder verstößt das in irgendeiner Form gegen die Regeln.


Das Regelwerk dazu:

"Fairness-Richtlinien
Jedes Spiel sollte vor Abgabe getestet werden. Jeder darf testen, auch wer bereits andere Spiele testet oder wer einen Beitrag einreichen will."
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Kris
BeitragVerfasst am: Fr, 26 Nov 2004 - 19:26  Antworten mit Zitat
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Anmeldungsdatum: 21.02.2004
Beiträge: 198
Wohnort: Rheinmain

Ok,

habe es nicht bei den Fairnessregeln vermutet, man sollte halt immer alles lesen ;-)
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Tanan
BeitragVerfasst am: Fr, 26 Nov 2004 - 23:40  Antworten mit Zitat
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Anmeldungsdatum: 25.08.2002
Beiträge: 416
Wohnort: Essen

Martin hat folgendes geschrieben:
Danach sieht es ja im Moment nicht gerade aus. (...) ch rechne, ehrlich gesagt, nicht mit vielen Beiträgen und auch nicht mit vielen Juroren.

Hm, Du klingst ziemlich resigniert, oder? Wenn schon nicht mal mehr der Orhganisator an den Wettbewerb glaubt... Hey, es ist doch erst November! Ich bleibe Optimist und sage das stärkste Jahr in der Geschichte deutscher IF voraus!

Zitat:
Und ich glaube auch nicht, dass in den vergangenen Jahren mehr Leute abgestimmt hätten, wenn es eine "Mindestens fünf/sieben/zehn Spiele"-Regel gegeben hätte.

Hätten. Warum es nicht probieren? Vielleicht hast Du ja recht, aber was soll es schaden? Ich finde, viel zu verlieren gibt es nicht. Ich kenne selber jemanden, der beim letzten GP gerne abgestimmt hätte, in der vorgegebenen Zeit aber nur sechs oder sieben Beiträge geschafft hat. Wie Chris schon sagte: Es geht ja nicht um die IF-Fanatiker wie Du oder ich, die gern schon am ersten Abend alle Beiträge durchgespielt hätten, sondern um die, die es auf den ersten Blick interessant finden, aber ein langes Gesicht ziehen, wenn sie lesen, daß sie gleich zehn Beiträge durchhalten müssen.

ChrisW hat folgendes geschrieben:
Eine weitere Möglichkeit wäre evtl. ein (kleiner) Preis, der unter den teilnehmenden Juroren verlost wird.

Tolle Idee! Eignet sich auch gut, um in GP-Werbetexten erwähnt zu werden.

Kris hat folgendes geschrieben:
Dürfen Autoren, die sich am GP beteiligen, ihre Spiele gegenseitig betatesten oder verstößt das in irgendeiner Form gegen die Regeln.

Zum Glück verstößt es nicht gegen die Regeln, sonst hätten Kai und ich schon 2003 dagegen verstoßen. *g*
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Kris
BeitragVerfasst am: Sa, 27 Nov 2004 - 15:30  Antworten mit Zitat
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Anmeldungsdatum: 21.02.2004
Beiträge: 198
Wohnort: Rheinmain

Zitat:
Mit anderen Worten: Auf die Gelegenheitsspieler, die durchaus ab und zu mal ein Textadventure spielen, sich die Spiele herunterladen, aber kein Autorensystem oder Spiel schreiben, brauchen wir nicht zu warten? Auf wen denn dann? Das mögen nicht allzu viele sein, aber es sind in ganz D bestimmt mehr als die 14, die 2004 abgestimmt haben.


Genau das denke ich auch.
Wenn man sich den Verkehr hier im Forum anschaut, ist es schon bei den Autoren recht ruhig. Man sollte Versuchen über diese Grenzen hier hinauszugehen.

Wird der GP bei de.rec.spiele.computer.adventure angekündigt? Auf der Suche nach einem Betatester für meinen GP beitrag antwortete einer ich sei zu Spät, der Contest wäre doch schon vorbei, den deutschen GP kannte er noch gar nicht.

Auch bei meiner Suche nach dem deutschen GP bei r.a.i.f. hatte ich keinen Erfolg (kann natürlich auch das falsche Suchkriterium gewesen sein). Wird er dort angekündigt? Wenn nicht, denke ich es gibt genug dort, die auch gerne mal ein deutsches Textadventure spielen und bewerten würden, was meint ihr?


Kris
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ChrisW
BeitragVerfasst am: So, 28 Nov 2004 - 0:19  Antworten mit Zitat
Abenteurer
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Anmeldungsdatum: 26.08.2002
Beiträge: 278
Wohnort: Leipzig

In r.a.i-f wäre eine Ankündigung auch falsch, das ist die Autoren-Newsgroup. Das würde eher in r.g.i-f passen, die ist für Spieler gedacht. Ob das jemand in den letzten Jahren dort angekündigt hat, weiß ich aber nicht.

Gibts zu den Änderungsvorschlägen an den Regeln sonst noch Meinungen? Das ist doch sicher nicht nur für uns fünf ein Thema. Kai? Max? Mo? Alle anderen? Was sagt ihr?
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Kris
BeitragVerfasst am: So, 28 Nov 2004 - 10:11  Antworten mit Zitat
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Anmeldungsdatum: 21.02.2004
Beiträge: 198
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Zitat:
In r.a.i-f wäre eine Ankündigung auch falsch, das ist die Autoren-Newsgroup. Das würde eher in r.g.i-f passen, die ist für Spieler gedacht. Ob das jemand in den letzten Jahren dort angekündigt hat, weiß ich aber nicht.


Ich habe mal gegoogled und es wurde in r.g.i-f wohl angekündigt, allerdings im November 2003 für den GP 2004 (also für Autoren und Juroren). Vielleicht sollte es mit der Veröffentlichung der Beiträge noch einmal angekündigt werden!?

Zitat:
Gibts zu den Änderungsvorschlägen an den Regeln sonst noch Meinungen?


Eine Verlängerung der Spielzeit fände ich sinnvoll, da die wenigsten wohl die Zeit haben, sich in "so kurzer Zeit" allen Spielen zu widmen. Außerdem soll es ja kein Pflichtprogramm sein, IF soll ja auch Spaß machen.

Bei "zu vielen" Beiträgen sollte die Mindestanzahl der Spiele angepasst werden.

Aber es sollte auf alle Fälle auch die Werbetrommel gerührt werden, sonst wird es womöglich irgendwann eine Oskarveranstaltung in der die Autoren selbst den besten wählen ;-) (ich möchte hier aber keinem vor das Schienbein treten, es ist mein erster GP und ich weiß nicht, was man die letzten Jahre alles schon in Bewegung gesetzt hat).


Kris
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Agrajag
BeitragVerfasst am: So, 28 Nov 2004 - 11:11  Antworten mit Zitat
Wasserträger
Wasserträger


Anmeldungsdatum: 05.10.2004
Beiträge: 75
Wohnort: Chiemgau

Es ist schwierig abzusehen, wie sich die Dinge bis März entwickeln. Ich gehe aber nicht davon aus, dass der Freizeitanteil, der für Computerspiele zur Verfügung steht, bis dahin flächendeckend anwächst. Von daher stehe ich der Verlängerung auf vier Wochen positiv gegenüber.

Ob eine Minimalanzahl für Spielebewertungen hilfreich wäre, kann ich auch kaum abschätzen. Sicher, bei großen Wettbewerben wie der englischen Comp macht das absolut Sinn. Und wenn zwanzig Spiele teilnehmen, ich aber nur fünf bewerten muss, um Juror sein zu können, dann steigert das meine Motivation dazu. Aber ob ich nun sieben Spiele oder zehn (Teilnehmeranzahl des letzten Jahres) bewerten muss, mag nicht unbedingt ausschlaggebend sein.

Das Problem ist also teilweise die Ungewissheit bezüglich der Beitragsanzahl. Leider ist eine Vorabfrage, wer denn teilnehmen wird, zum jetzigen Zeitpunkt nicht realistisch (oder?). Sollten wir diese Regel vielleicht variabel machen?

Code:

if (beitragsanzahl <= 8)
{
   bewerten ('alle');
}
else
{
   bewerten (5);
}


Den Sonderpreis für besonders fleißige Juroren halte ich für eine sehr gute Idee. Ein Motivator für das begehrte Klientel (wie: "Eintritt frei für Damen!").

Und wenn wir schon von den Preisen und der Beitragsanzahl sprechen, hätte ich noch einen weiteren Punkt. Ich will ja nun kein Arsch sein; aber beim letzten GrandPrix waren ein paar Beiträge dabei, die für den (meines Wissens nach) einzigen Wettbewerb für deutschsprachige IF ein wenig deplatziert waren, was ihre Ausgereiftheit anbetrifft. ;-)

Sind Preise eine Motivationsquelle für Autoren, solche Spiele einzuschicken? Insbesondere, wenn es viele Preise bei überschaubarer Spieleanzahl gibt? Oder würden enthusiastische Neu-Autoren ihre Werke ohnehin in den GrandPrix einbringen?

Wäre es sinnvoll, die Anzahl der Preise zu begrenzen? Wäre es gar sinnvoll, keine Preise für Autoren auszugeben? Für mich zumindest bringen die Preise keine zusätzliche Motivation. Wenn ich was schreibe, dann nicht aus materiellen Gründen. Ich schätze, den meisten ernsthaften IF-Autoren wird es wohl ähnlich gehen.

Sorry für die ganzen Fragezeichen. Meine Kristallkugel ist gerade nicht auffindbar...
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Martin
BeitragVerfasst am: So, 28 Nov 2004 - 13:30  Antworten mit Zitat
Experte
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Anmeldungsdatum: 25.08.2002
Beiträge: 677
Wohnort: München

Tanan hat folgendes geschrieben:
Hm, Du klingst ziemlich resigniert, oder? Wenn schon nicht mal mehr der Orhganisator an den Wettbewerb glaubt...

Nein, ich habe noch nicht resigniert. Wenn ich keinen Sinn darin sähe, den Wettbewerb erneut auszurichten, würde ich es auch nicht machen.

(Allerdings wundere ich mich schon, dass sich ein Thread über das Formatieren und Partitionieren von Festplatten spielend füllt, während du hier mit deinem Vorschlag allein dastehst. Im letzten Jahr hatten ja einige bemängelt, dass die Zeit knapp war. Da hätte ich gedacht, dass der ein oder andere nochmal darauf aufmerksam macht, um dir den Rücken zu stärken.)

Gut, wir wenden uns mit dem Grand Prix an zwei Gruppen: an die Textadventure-Fans, die sich im Forum treffen, und an andere, die hauptsächlich anderes spielen, aber hoffentlich einem Textadventure nicht abgeneigt sind. Und es geht um die Frage, ob eine Regeländerung uns mehr Juroren beschert. Das Abstimmungsgebot für alle Spiele könnte fallen und der Abstimmungszeitraum könnte verlängert werden.

Noch einmal kurz zur Erinnerung, warum es diese Regeln gibt. Der Abstimmungszeitraum ist damals von Florian, der den ersten Grand Prix organisiert hat, so gewählt worden und für die vier Beiträge hat er gut gepasst. Das Abtimmungsgebot für alle Spiele soll verhindern, dass ein Spiel wesentlich mehr Stimmen als andere bekommt und so die Bewertung verzerrt. Wenn man also als Extremfall sagte, jeder spielt die Spiele, die er schafft und bewertet diese, alle anderen bleiben halt ohne Wertung, kann es passieren, dass jemand ein minderwertiges Spiel einreicht, seinen Klassenkameraden Bescheid sagt, und dieses Spiel bei zehn regulären Juroren zehn weitere, unobjektiv hohe Wertungen bekommt, die dann den Ausschlag geben. Das kann übrigens bei einer Beschränkung auf eine feste Anzahl der Spiele auch passieren: Wenn es mehr Spiele gibt als man mindestens bewerten muss und die Zeit knapp ist, treffen die Juroren eine Vorauswahl anhand der Titel, die sie interessieren oder anhand der Autoren, von denen sie je nach Bekanntheitsgrad und Ludo-/Postographie mehr oder weniger erwarten. Da ist es nicht unwahrscheinlich, dass viele Juroren dieselben Spiele hintenanstellen oder bevorzugen, so dass es Spiele mit vielen Bewertungen gibt, aber auch solche mit unterdurchschnittlich wenigen. Dasselbe gibt für die Veröffentlichung in schlecht zugäglichen Systemen, wie zum Beispiel als Executable für die DEC-Alpha-Maschine - ein solcher Beitrag wird von den Regeln ja nicht explizit ausgeschlossen, könnte aber praktisch nicht richtig bewertet werden.

Eine Verlängerung des Bewertungszeitraums könnte natürlich Leuten, die wegen Prüfungen im Stress sind oder eine Woche im Krankenhaus verbringen müssen oder so helfen, sich das Spielen besser einzuteilen. Ich vermute aber, dass sie nichts bringen würde. Anstatt am ersten April zu sagen "Oh! Zehn Spiele! Aber ich habe ja noch drei Wochen Zeit" sagen die Leute dann halt "Aber ich habe ja noch einen Monat Zeit" und merken dann drei Tage vor Stimmabgabeschluss, dass sie noch keins der Spiele gespielt haben. (So jedenfalls funktioniert mein Zeitmanagement - leider - immer noch oft genug.)

Die Abstimmungspflicht für alle Spiele abzuschaffen wäre da schon eher eine Möglichkeit, mehr Juroren dazu zu bringen, zu spielen und auch abzustimmen. Gut, nehmen wir also mal an, man müsse mindestens acht Stimmen abgeben, damit die Wertung gültig ist. Was passiert dann mit Spielen, die sehr wenige Stimmen erhalten? Man könnte vorschreiben, dass ein Spiel von mindestens der Hälfte der Juroren bewertet werden müsste. Das würde schlechte Spiele, die mit Sicherheit auch wieder eingereicht werden, ob durch Preise angelockt oder nicht, auch schlechter bewerten. Warum? Weil es zwei typische Reaktionen auf ein schlechtes Spiel gibt: Wenn es viele Beiträge gibt, die ich als Juror spielen muss/möchte, muss ich notwendigerweise filtern. Jetzt habe ich ein Spiel auf dem Bildschirm, das im ersten Absatz drei Rechtschreibfehler hat, bei dem ich kein Spielziel und auch keine Motivation habe; es weiter zu spielen, auch nach den vorgeschriebenen fünfzehn Minuten nicht. Ich lege es also beiseite, damit ich Zeit habe für andere, hoffentlich bessere Beiträge. Aber wie bewerte ich? Sage ich, das Spiel ist mir echt egal, keine Wertung. Oder sage ich, das war Zeitverschwendung, also eine klare sechs. Wenn man nun Spiele, die nicht bewertet wurden, nicht berücksichtigt, fallen schlechte Spiele in jedem Fall zu Recht zurück.

Die Überlegung oben stellt natürlich die Mindestspieldauer in Frage, die auch aus den frühen Tagen des Grand Prix stammt. Soll der Juror das Recht haben, ein Spiel, das ihm schon nach den ersten Zügen sichtlich missfällt, sofort wegzulegen? Wenn mir der Spielfilm nicht gefällt, zappe ich weiter. Wenn mir das Buch aus der Stadtbücherei zu umständlich geschrieben ist, lege ich es weg. Das Problem hier ist natürlich, dass der Juror dann das Spiel aus jedem beliebigen Grund beiseite legen darf. "Oh, Fantasy in der dritten Person - weg damit!", "Ein Spiel von Guntram Oberndorfer-Schellack? Den konnte ich noch nie leiden - weg damit!"

~ ~ ~ ~ ~

Zurück zu den beiden Zielgruppen. Die erste Gruppe ist klein, sehr klein. Aus dieser Gruppe kommt auch das Gros der Autoren, die ja als Juroren wegfallen. Und ich beobachte dasselbe wie Florian: Es gibt einige aus dieser Gruppe, die zwar immer wieder gerne ihr Interesse an Textadventures kundtun, aber wenn man einmal schaut, war von ihnen kommt - seien es eigene Spiele, Rezensionen, Musterlösungen oder einfach nur Vorschläge und Kommentare - dann ist das recht wenig. Auch diese Diskussion hier wird ja im elitären Kreis geführt, wie Christoph schon richtig festgestellt hat. Die erste Gruppe ist klein, und der aktive Teil ist nur ein Bruchteil dieser Gruppe.

An die zweite Gruppe heranzukommen, ist weitaus schwieriger. Nehmen wir an, es wurde Werbung gemacht und am ersten April finden sich einige bei textfire.de ein, um die Spiele herunterzuladen. Diese Leute stimmen aber nicht ab, und wahrscheinlich spielen sie auch die Spiele nicht. Woran liegt das?

Vielleicht haben diese Leute noch nie ein Textadventure gespielt, und können mit dem Interface nichts anfangen. Sie probieren ein paar Dinge, kommen nicht weiter, fangen vielleicht ein zweites Spiel an und lassen es dann sein. In diesem Fall brächten die Regeländerungen nichts.

Vielleicht kennen sie schon einige Textadventures, spielen ein, zwei Spiele an und finden sie einfach schlecht, weil ihre Erinnerung an Textadventures anders aussieht. Und dann ist das Icon das Strategiespiels oder des Shooters halt doch näher. Auch hier bringen Regeländerungen nichts.

Natürlich kann es Fälle geben, in denen jemand einfach zu wenig Zeit hat, um alle Spiele zu spielen, aber das sind, glaube ich, die wenigsten.

Was ich mir alledings vorstellen kann, ist, dass man an der Organisation noch einiges verbessern kann, um es Quereinsteigern leichter zu machen. Das Windows-Rundum-Sorglos-Paket sollte neben allen Spielen und Interpretern auch Hilfetexte, ein vorgefertigtes Abstimmungsformular, eine Kopie der Regeln usw. erhalten.

ChrisW hat folgendes geschrieben:
Eine weitere Möglichkeit wäre evtl. ein (kleiner) Preis, der unter den teilnehmenden Juroren verlost wird.


Agrajag hat folgendes geschrieben:
Den Sonderpreis für besonders fleißige Juroren halte ich für eine sehr gute Idee.


Na, ich weiß nicht. Zöge das Juroren an, die wir gerne sehen wollen? Das bezweifle ich. Das ist eher so, wie sich die Schatzjäger auf Messen auch schon mal von einem Vertribesfuzzi zwei Minuten lang ein Ohr abkauen lassen, damit sie hinterher einen Kuli und ein Feuerzeug mitnehmen dürfen.

Nein, wenn es der Wettbewerb nicht schafft, durch seine Beiträge zu überzeugen, hat er halt nur wenige Juroren. Das ist zwar bedauerlich, aber man kann es nicht ändern, zumindest nicht dadurch, dass man das Interesse von den Adventures weg hin zu Preisen lenkt. Überhaupt, was würden das für Preise sein? T-Shirt mit textfire.de-Logo (prima zum Schuheputzen geeignet) oder eine Spiele-CD mit den zehn besten deutschen Textadventures?

Was bringt uns der Wettbewerb? Für die Autoren bietet sich die Möglichkeit, ein Spiel einzureichen, das auch tatsächlich gespielt und rezensiert wird, während eine Veröffentlichung zu anderen Zeitpukten eher wenig Interesse hervorruft. Allgemein gibt es wieder zehn oder so Spiele mehr, was bei der recht geringen Anzahl der Adventures auch nötig ist. Idealerweise, allerdings ausgespochen selten, stoßen Interessierte zur Szene hinzu. Dies ist der Nutzen der Juroren, nicht ein Preis.

Das Dilemma des Grand Prix ist das Dilemma der deutschen Textadventure-Szene selbst: Es gelingt nicht, mehr Leute für moderne Textadventures zu interessieren und dieses Genre, wenn auch nur in einer Nische, zu etablieren. Zu erörtern, woran das liegt, ist müßig und wurde schon öfters ohne großen Erfolg versucht.

Agrajag hat folgendes geschrieben:
Sind Preise eine Motivationsquelle für Autoren, solche Spiele einzuschicken? Insbesondere, wenn es viele Preise bei überschaubarer Spieleanzahl gibt? Oder würden enthusiastische Neu-Autoren ihre Werke ohnehin in den Grand Prix einbringen?

Die Motivation für diese Neu-Autoren ist, denke ich, dieselbe wie für alle anderen Autoren auch: Sie haben ein Publikum für ihr Spiel.

Es gibt keinen Vorentscheid, jeder, der ein Spiel schreibt, das den Regeln (die das Urheberrecht und die Sprache betreffen, nicht jedoch die Qualität) genügt, darf mitmachen. Der Grand Prix setzt auf die Urteilsfähigkeit seiner Teilnehmer, sowohl auf Juroren- als auch auf Autorenseite.

Das "Spring Thing" (wie es ja hier auf der nördlichen Hemispäre genannt wird) hat, oder hatte zumindest bei seiner ersten Ausschreibung folgende Regelung bei den Preisen: Jeder Juror gibt bis einen Monat vor dem Erscheinen der Spiele seine Absicht bekannt und bezahlt zehn Dollar Preisgeld. Dieses Geld wird nicht zurückerstattet, auch wenn der Juror dann kein Spiel einreicht. Der Gewinner bekommt die Summe aller Geldbeiträge als Preisgeld, bei Gleichstand mehrerer Spiele wird geteilt.

Die Motivation, hier teilzumehnen, ist sicherlich nicht, das Preisgeld zu gewinnen, sondern die Gewissheit, ein Spiel zu einer enrst zu nehmenden Konkurrenz einzureichen. Dieselbe Motivation gilt auch für Juroren, die sich durch den Startgeld-Filter ein höheres Niveau der Spiele erhoffen.

~ ~ ~ ~ ~

So, das war ein langer, etwas schlecht gegliederter Post mit einigen Abschweifungen. Ich fasse noch einmal zusammen:


  • Am Bewertungszeitraum würde ich erst einmal nichts ändern.
  • Die Abstimmungspflicht für alle Spiele könnte gelockert werden, dann würden auch die etwas komplizierten Regeln, die beschreiben, was ein "zugängliches Spiel" ist, wegfallen. Dann sollte aber eine Mindeststimmenanzahl, zum Beispiel 50%, pro Eintrag gelten. Spiele, die diese nicht erreichen, werden aus der Wertung genommen. Dies könnte zum Beispiel Spiele, die mit Floyd oder T.A.G. oder für schlecht zugängliche Plattformen geschrieben werden, treffen. (Keine Paink, Oliver, ein Floyd-Interpreter käme natürlich ins Rundum-Paket.)
  • Wenn die Abstimmungspflicht fällt, sollte man die Mindestspieldauer überdenken.
  • Ein Preis für Juroren ist, finde ich, dem Wettbewerb nicht zuträglich.


Ich hatte zunächst gesagt, man könne einmal abwarten, was passiert. Da muss ich mich revidieren und Christoph beipflichten: Wenn die Regeln geändert werden sollen, sollte das so bald als möglich geschehen, damit Autoren, die ein Spiel einreichen wollen, wissen, woran sie sind.
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Florian
BeitragVerfasst am: Mo, 29 Nov 2004 - 12:16  Antworten mit Zitat
Gast





Kris hat folgendes geschrieben:
ChrisW hat folgendes geschrieben:
Mit anderen Worten: Auf die Gelegenheitsspieler, die durchaus ab und zu mal ein Textadventure spielen, sich die Spiele herunterladen, aber kein Autorensystem oder Spiel schreiben, brauchen wir nicht zu warten? Auf wen denn dann? Das mögen nicht allzu viele sein, aber es sind in ganz D bestimmt mehr als die 14, die 2004 abgestimmt haben.

Genau das denke ich auch.
Wenn man sich den Verkehr hier im Forum anschaut, ist es schon bei den Autoren recht ruhig. Man sollte Versuchen über diese Grenzen hier hinauszugehen.

Stopp! Schon wieder dieser Denkfehler.

Diese Argumentation ist, ohne euch auf die Füße steigen zu wollen, optimistisch gegen jede Wahrscheinlichkeit. Ich versuche, es mal ausführlich zu erklären:

Dieses Forum hat 99 Mitglieder. Unter diesen sind offensichtlich ca. 50 Gelegenheitsspieler (dazu 40 Karteileichen und Spam-Attrappen). Gelegenheitsspieler sind Leute, die früher mal Infocom-Spiele mit vergnügen gespielt haben oder bei einem modernen Spiel (Bannkreis, Starrider etc.) Spaß hatten oder sogar beides. Und sich dann im Forum angemeldet haben, als sie zufällig irgendwo davon hörten. Und heute eher unregelmäßig vorbeischauen.

Diese Gelegenheitsspieler kann man nicht zur Abstimmung motivieren? Dann stimmt doch etwas nicht!

Klar, Werbung für den Wettbewerb bringt neue Gelegenheitsspieler. Aber wie viele, zwei pro Wettbewerb? Drei, fünf, sogar zehn? Egal, die Mehrheit der interessierten Gelegenheitsspieler ist schon da. Und kann bisher nicht motiviert werden.

Man kann nicht immer darauf vertrauen, dass plötzlich eine Welle von außen kommt. Klar hoffe auch ich immer wieder darauf, dass vielleicht mal ein neuer Autor dazustößt, der so fleißig ist wie etwa Martin. Noch ein Einzelner, der wirklich etwas bewegen will. Aber das wäre reiner Zufall. Das hängt nicht einmal groß von der Werbung ab, glaube ich. Und selbst so ein Einzelner könnte ja auch schon registriert sein und sein Engagement immer wieder verschoben haben, bis er mal mehr Zeit hat.

Aber die Mehrheit der Gelegenheitsspieler ist hier, und wir schaffen es nicht, sie wenigstens zu einer Äußerung in diesem Forum zu bringen. Eine Handvoll stimmt ab, die anderen sagen nicht einmal, was sie möchten.

ChrisW hat folgendes geschrieben:
Eine weitere Möglichkeit wäre evtl. ein (kleiner) Preis, der unter den teilnehmenden Juroren verlost wird. Machen große Zeitschriften usw. bei Abstimmungen auch nicht anders und wird bei jemanden, der sich bisher nur wenig mit aktuellen deutschen TAs auseinandergesetzt hat, vielleicht die nötige Motivation schaffen, tatsächlich alle Beiträge "durchzuhalten" und abzustimmen.

Zeitschriften machen das, weil eh nur ihre Leser teilnehmen können (Antwortkarten im Heft). Dann wechseln die Chefredakteure der Zeitschriften zu Online-Medien und machen es genauso. Und stellen dann fest, dass das Ausloben von Preisen ihre Umfrage verzerrt hat. Sie waren nämlich plötzlich auf Preisausschreiben-Websites gelistet, und es kam eine Reihe von Besuchern, die gerne das Preisausschreiben gewinnen wollten, aber sich nicht die Bohne für das Thema der Zeitschrift/Website interessierten.

Oder anders: Es könnte passieren, dass ein oder mehrere Personen mit dem Würfel generierte Resultate abgeben, um den Spieler-Preis zu gewinnen. Man könnte ihnen das nicht einmal nachweisen.

Keine gute Idee.

Gruß,
Florian
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